Todestag der Schalke-Legende Stan Libuda

Grabstein von Stan Libuda

Grabstein von Stan Libuda

Heute vor 24 Jahren verstarb einer der größten und legendärsten Schalker Spieler. Womöglich bei keinem anderen deutschen Profifußballer wurde der Spitzname so sehr Teil des Namens wie bei Stan Libuda. Viele mögen vielleicht gar nicht wissen, dass der in Gelsenkirchen geborene und aufgewachsene Rechtsaußen bürgerlich Reinhard mit Vornamen hieß. Umso mehr Fußballinteressierte werden aber wissen, dass der WM-Teilnehmer von 1970 ein glänzender Dribbler war. Und dass dieser pikanterweise sowohl für den FC Schalke 04 als auch ausgerechnet dessen Erzrivalen Borussia Dortmund auflief. Hinzu kam übrigens noch ein Intermezzo bei Racing Straßburg, wohin Stan Libuda nach seiner Beteiligung am Bundesligaskandal von 1971 für die Saison 1972/73 geflüchtet war.

Ansonsten aber spielte er in gleich drei verschiedenen Phasen für seinen Heimatclub FC Schalke 04, wo ihn sein Vater bereits als Knirps im Alter von 9 Jahren 1952 angemeldet hatte. Die drei Phasen, in denen er auf insgesamt 215 Bundesliga-Spiele und 28 Tore kam, verteilen sich wie folgt:

Mit dem BVB wurde er dann 1966 auch erster deutscher Europapokalsieger. Beim 2:1 über den FC Liverpool im Finale von Glasgow erzielte er sogar das Siegtor selbst.

Stan Libuda gleich dreimal auf Schalke

Den so überaus bekannten Beinamen „Stan“ erhielt Reinhard Libuda, weil er den nach Stanley Matthews benannten Matthews-Trick so hervorragend beherrschte. Dieser ist mit der schlichten Formel „link antäuschen, rechts vorbeigehen“ recht anschaulich beschrieben.

Auf dem rechten Flügel wirbelte Stan Libuda auch in insgesamt 26 Länderspielen. Darin gelangen ihm drei Treffer. Die vergleichsweise trotz seiner unstrittigen Klasse geringe Zahl an selbst erzielten Toren begründet sich darin, dass er eben hauptsächlich ein Vorbereiter für seine jeweiligen Mittelstürmer war. Exemplarisch sei hier das 5:2 über Bulgarien im Rahmen der WM 1970 genannt. In diesem Spiel erzielte er selbst ein Tor, holte einen Strafstoß heraus und bereitete zwei weitere Treffer vor. Viele bezeichnen diese Partie auch das „Spiel seines Lebens“ für Stan Libuda und nur wenige würden da widersprechen.

Grab auf dem Ostfriedhof in Gelsenkirchen

Nach seinem Karriereende war ihm das Glück allerdings weniger hold. Erst trennte sich seine Ehefrau von ihm. Dann war er längere Zeit arbeitslos und schließlich verstarb im jungen Alter von nur 52 Jahren 1996. Die Todesursache von Stan Libuda war ein Schlaganfall. Beigesetzt wurde er in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen auf dem Ostfriedhof, wo noch heute sein Grab zu finden ist.

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