Kuriose Anekdote: Als Schalke mal im Karlsruhe-Trikot spielte

Hach, am liebsten ist den Fußballfans doch immer noch eine Anekdote, bei der mal etwas nicht so lief, wie es eigentlich sollte. Selten sind sie, die Fälle, in denen ein Zeugwart in der Bundesliga Ausweichtrikots vergessen hat oder einem Schiedsrichter generell die Trikotfarben beider Teams zu ähnlich sind. 1998 war es im Falle des Auswärtsspiels des FC Schalke beim Karlsruher SC, damals noch Erstligist, mal wieder soweit: Schiedsrichter Herbert Fandel entschied, dass die Trikots des Karlsruher SC dem blau-weißen Schalke-Trikot zu ähnlich seien. Also orderte er an, dass der FC Schalke statt seiner eigenen Trikots die Ausweichtrikots des Karlsruher SC tragen müsse. Die da gelb mit blauen Applikationen waren – und natürlich ebenfalls den Schriftzug des Karlsruher Sponsors „ehrmann“ trugen.

Nun hatte es Schalke in gelben Triktos zwar zuvor bereits gegeben und auch danach kam das immer mal wieder vor. Dass man aber im Trikot des Gegners antreten musste, ist dann doch eine einmalige Angelegenheit geblieben.

Rudi Assauer schäumte damals:

„Das ist eine Lachnummer, eine Frechheit. Wenn unser Sponsor Schadensersatzklage erhebt, werden wir die an den DFB oder Herrn Fandel weiterleiten.“

Ob es dazu kam, ist indes nicht bekannt.

Die Null stand wieder, aber mehr auch nicht

Dass der FC Schalke seine Trikots wechseln musste und nicht einfach der Karlsruher SC im Ausweichtrikot antrat — womit ja beide Clubs mit ihrem tatsächlichen Sponsor hätten auflaufen können — lag daran, dass die Karlsruher sich weigerten, diesem Trikotwechsel zuzustimmen. Als Heimteam hatten sie offensichtlich auch das Recht dazu, sodass Fandel die Schalker zu diesem seltenen Auftritt verdonnerte.

Auswirkung auf die Leistungen beider Teams wird das wohl nicht gehabt haben, die waren dennoch vor 33.500 Zuschauern im Karlsruher Wildpark eher bescheiden zu nennen. Torlos mit 0:0 trennte man sich nach 90 Minuten, auf Schalker Seite freute man sich sogar eher über den Punkt. Trainer Huub Stevens befand jedenfalls gemäß seiner vertrauten Sichtweise:

„Wichtig war nach zwei Niederlagen, dass die Null wieder steht.“

Für den Karlsruher SC hingegen war dieser eine Punkt zu wenig, wie sich bei der Saisonabrechnung zeigen sollte. Sie stiegen als 16. der Bundesliga in die 2. Bundesliga ab — und das nur wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber der punktgleichen (beide 38) Borussia aus Mönchengladach (-5 zu -12). Ein Törchen gegen die in den eigenen Trikots aufgelaufenen Gäste aus Schalke hätte da schon gereicht, doch das wussten die Schalker Spieler um Olaf Thon, Marc Wilmots und Mike Büskens trotz der etwas seltsamen Umstände zu verhindern.

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